
Die Geschichte
Nachdem Spanien in den 1830er-Jahren viele seiner Klöster geschlossen hatte, wurden die Gemälde, die in den Ordenshäusern von Sevilla gehangen hatten, in einem von ihnen zusammengeführt, dem alten Convento de la Merced, einem barocken Kloster mit gefliesten Höfen. Das Museo de Bellas Artes öffnete dort 1841 und ist geblieben.
Es gilt oft als die feinste Galerie spanischer Malerei nach dem Prado und ist vor allem ein Museum des eigenen Goldenen Zeitalters von Sevilla. Hier hängen Murillo, der zärtliche Maler der Stadt von Madonnen und Straßenkindern, die strengen Mönche Zurbaráns und die verstörenden religiösen Visionen von Valdés Leal. Weil so viel der Sammlung aus örtlichen Klöstern kam, hängen die Bilder nun nahe dort, wo sie entstanden und zuerst gesehen wurden.
Das Herz des Besuchs ist die ehemalige Klosterkirche, ihre Wände vom Boden bis zur Decke mit Murillo besetzt, unter einer bemalten und vergoldeten Decke.
Sammlung
15 Werke
Bildnis des Jorge Manuel TheotocópuliEl Greco, 1600
Der heilige Franziskus umarmt den gekreuzigten ChristusBartolomé Esteban Murillo, 1668
Madonna mit der ServietteBartolomé Esteban Murillo, 1668
Mater Dolorosa (Schmerzensmutter)Bartolomé Esteban Murillo, 1660
Der heilige Hugo im Refektorium der KartäuserFrancisco de Zurbarán, 1655
Unbefleckte EmpfängnisBartolomé Esteban Murillo, 1652
Der heilige Antonius von Padua mit dem ChristkindBartolomé Esteban Murillo, 1668
Die Heiligen Justa und RufinaBartolomé Esteban Murillo, 1666
Die Apotheose des heiligen Thomas von AquinFrancisco de Zurbarán, 1631
Der heilige Thomas von Villanueva gibt den Armen AlmosenBartolomé Esteban Murillo, 1668
Der selige Heinrich SeuseFrancisco de Zurbarán, 1639
Don Cristóbal Suárez de RiberaDiego Velázquez, 1620
Die heilige Katharina von AlexandrienBartolomé Esteban Murillo, 1650
HöhlenmadonnaFrancisco de Zurbarán, 1650
Der Besuch des heiligen Bruno bei Urban II.Francisco de Zurbarán, 1655