
Die Geschichte
Oskar Reinhart stammte aus einem der großen Handelshäuser der Welt, ansässig in der Schweizer Stadt Winterthur, und er verbrachte einen großen Teil seines Lebens damit, das Familienvermögen in eine der urteilssichersten Privatsammlungen Europas zu verwandeln. 1924 kaufte er eine Villa am Hang namens Am Römerholz, fügte im folgenden Jahr einen Galerieflügel hinzu und hängte alte Meister neben die französischen Modernen, die er liebte, sodass eines das andere zur Geltung brachte.
So sieht man sie noch heute. In einem einzigen Raum kann ein Goya oder ein Cranach wenige Schritte von einem Cézanne, einem Renoir, einem späten Manet oder einem der van Goghs stehen, die er früh erwarb. Reinhart hinterließ das Haus und alles darin der Schweizerischen Eidgenossenschaft, und 1970 wurde es der Öffentlichkeit geöffnet, nahe an der Art bewahrt, wie er es zu Lebzeiten eingerichtet hatte.
Sammlung
9 Werke
Anbetung der Könige in einer WinterlandschaftPieter Brueghel der Ältere, 1563
Bildnis der Delphine RamelJean-Auguste-Dominique Ingres, 1859
Porträt der Augustine RoulinVincent van Gogh, 1888
Geisteskranker mit militärischem GrößenwahnThéodore Géricault, 1822
Porträt des José Pío de MolinaFrancisco Goya, 1827
Schlafende FrauPierre-Auguste Renoir, 1897
Der Hof des Krankenhauses in ArlesVincent van Gogh, 1889
Der Tod der OpheliaEugène Delacroix, 1844
Die HängematteGustave Courbet, 1844