
Die Geschichte
Das Musée des Beaux-Arts von Nancy belegt einen Pavillon des 18. Jahrhunderts an der Place Stanislas, jenem vergoldeten Platz, den ein abgesetzter polnischer König, Stanislas, als Herzog von Lothringen anlegen ließ und der heute zu den meistbewunderten Plätzen Europas zählt. Es gehört zu den ältesten Museen Frankreichs, seine Sammlung wurde bald nach der Revolution begonnen.
Sein herausragendes Bild ist Caravaggios Verkündigung, um 1608 nach Nancy geschickt, eine dunkle Leinwand, auf der der Engel aus fast völligem Schatten zu einer knienden Maria herabstürzt. Ringsum hängen Rubens, Perugino und eine starke Reihe französischer Malerei.
Dann biegt das Museum um eine Ecke. Unten in den Kellern, zwischen den ausgegrabenen Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung, zeigt es das Glas von Daum, jener Nancyer Manufaktur, die die Stadt zu einer Hauptstadt des Jugendstils machte, Hunderte leuchtend farbiger Vasen, gegen die alten Steinmauern beleuchtet.
Sammlung
15 Werke
VerkündigungCaravaggio, 1609
Der HerbstÉdouard Manet, 1882
Das Auswerfen des NetzesSuzanne Valadon, 1914
Die Verklärung ChristiPeter Paul Rubens, 1605
Aurora und CephalusFrançois Boucher, 1733
Die Liebenden (Herbstabend)Émile Friant, 1888
Anne und JehanneLaura Leroux-Revault, 1894
Die Schlacht bei Nancy (1477)Eugène Delacroix, 1831
Honfleur im NebelFélix Vallotton, 1911
Die Zerstörung des Palastes der ArmidaCharles-Antoine Coypel, 1737
Taufe ChristiJusepe de Ribera, 1643
Der Hafen von La RochellePaul Signac, 1915
Der Bauernhof, MorgenHenri-Edmond Cross, 1893
Germaine Survage mit OhrringenAmedeo Modigliani, 1918
Madonna mit Kind, dem Johannesknaben und zwei EngelnPietro Perugino, 1505