
Die Geschichte
1947 tat North Carolina etwas, das kein amerikanischer Bundesstaat zuvor getan hatte: Sein Parlament bewilligte öffentliches Geld, eine Million Dollar, um für ein staatliches Kunstmuseum Gemälde alter Meister zu kaufen. Der Gedanke, in den Jahren nach dem Krieg durchgesetzt, war, dass ein überwiegend ländlicher Staat große europäische Kunst besitzen und sie allen kostenlos zeigen sollte.
Jener Gründungsankauf, später ergänzt durch eine große Schenkung der Kress Foundation, bildet noch heute den Kern des North Carolina Museum of Art in Raleigh, mit Botticelli, Rubens, einer Tafel aus Raffaels Werkstatt und einer starken Reihe amerikanischer Malerei. Die Sammlung sitzt in einem kühlen, lichtdurchfluteten Bau, 1983 eröffnet und seither überarbeitet.
Ringsum breitet sich etwas Neueres aus, ein Museumspark von mehr als 65 Hektar, in dem große Werke im Freien und Wege bis an die Säle heranreichen, sodass die Kunst weitergeht, wenn man zur Tür hinausgeht.


