
Die Geschichte
Diese Galerie in der Uralstadt Perm befindet sich in einer barocken Kathedrale am Ufer der Kama, und ihr außergewöhnlichster Bestand entwuchs eben der Religion, der das Gebäude einst diente. Es sind die Permer Götter, geschnitzte Holzfiguren von Christus und den Heiligen, gefertigt von den Völkern der Region nach ihrer Bekehrung.
Gemalte Ikonen fassten hier nie recht Fuß. Menschen, die es gewohnt waren, hölzerne Götzen zu verehren, schnitzten weiter und gaben nun Christus und den Aposteln die breiten finno-ugrischen Züge der einheimischen Komi und ihre traurigen, gesenkten Augen. Die Kirche duldete es als Preis der Bekehrung. Das Museum besitzt rund 370 dieser Figuren, die größte Sammlung ihrer Art überhaupt.
Die Galerie trug sie in den 1920er-Jahren aus abgelegenen Dorfkirchen der Region Perm zusammen und rettete sie, als die Kirchen geschlossen wurden, und zeigt sie neben russischen Ikonen und Malerei im hohen ehemaligen Kirchenschiff.
