
Die Geschichte
Hinter der Wallfahrtskirche von Guadalupe, in den Hügeln der Extremadura, liegt eine in den 1640er-Jahren erbaute Sakristei, die fast genau so erhalten blieb, wie sie war. An ihren Wänden hängen acht Gemälde, die Francisco de Zurbarán für diesen Raum schuf, Szenen aus dem Leben der Hieronymitenmönche, die das Kloster führten, gemalt in dem tiefen Schatten und den schlichten weißen Habiten, für die er bekannt war. Sie entstanden für diesen Ort und haben ihn nie verlassen.
Das Kloster wuchs um eine hölzerne Marienstatue, die ein Hirte gefunden haben soll und die über Jahrhunderte Pilger und königliche Gunst anzog. Sie steht heute in einer prunkvollen Kammer, dem Camarín, hinter dem Hochaltar. Die Bauten mischen gotische, mudéjare und barocke Arbeit verschiedener Epochen, und die ganze Anlage wurde 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Für einen Besucher ist es zuerst ein Kloster, in dem einer der schönsten gemalten Räume Zurbaráns unversehrt bewahrt ist.


