
Die Geschichte
1875 bat der Politiker Arthur Balfour, später britischer Premierminister, den Maler Edward Burne-Jones, sein Londoner Musikzimmer mit der Geschichte des Perseus zu füllen, jenes griechischen Helden, der die Gorgone Medusa töten sollte. Burne-Jones arbeitete zehn Jahre daran und vollendete die Ölbilder nie ganz, doch er schuf zehn lebensgroße Studien in Gouache, um jede Figur zu planen.
Diese zehn großen Kartons sind der Stolz der Southampton City Art Gallery, leuchtende Folgen aus Rüstung, Flügeln und steinstarren Opfern aus der Blütezeit der Präraffaeliten. Die 1939 eröffnete Galerie hat ihre Mittel weit über sie hinaus gut angelegt, mit starker britischer Malerei des 20. Jahrhunderts und einer guten Reihe europäischer Kunst.
Als Stadtgalerie einer Hafenstadt sammelt sie auch kühn Modernes, sodass ein Saal zeitgenössischer britischer Malerei nur wenige Schritte von Burne-Jones’ mythologischem Ritter entfernt sein kann.



