
Die Geschichte
1998 eröffnete Straßburg diese Glashalle am Ufer der Ill, um die moderne Hälfte seiner Kunst aufzunehmen, alles ab etwa 1870. Der Bau ist um ein langes Lichtschiff angelegt, und die Sammlung darin kehrt immer wieder zur Stadt selbst zurück.
Drei in Straßburg geborene Künstler bilden ihren Kern. Der eine ist Gustave Doré, der Illustrator des 19. Jahrhunderts, dessen Stiche Generationen ihr Bild von Dante und der Bibel gaben. Ein anderer ist Hans Arp, ein Mitbegründer des Dada in Zürich, der blasse, gerundete abstrakte Reliefs schuf. Der dritte ist die abstrakte Malerin Marcelle Cahn.
Der Raum, an den man sich erinnert, ist die Rekonstruktion eines Musiksalons, den Wassily Kandinsky 1931 entwarf, die Wände über und über mit schwebenden geometrischen Formen bedeckt, ein Versuch, den Hörer in ein Gemälde einzuhüllen. Von dort führen die Säle weiter über Kandinskys Weggefährten, Picasso und Ernst, hin zu lebenden Künstlern.
Sammlung
7 Werke
Haferfeld mit MohnblumenClaude Monet, 1890
Stillleben mit einer Skizze nach DelacroixPaul Gauguin, 1887
Gemäßigter SchwungWassily Kandinsky, 1944
Die kleine FabrikCamille Pissarro, 1868
Christus verlässt das PrätoriumGustave Doré, 1867
Garten des Amsterdamer WaisenhausesMax Liebermann, 1894
Drei ElementeWassily Kandinsky, 1925