
Weißes Haus
Washington, D.C., Vereinigte Staaten
Die Geschichte
Am 24. August 1814, als britische Truppen im Krieg von 1812 auf Washington marschierten, weigerte sich First Lady Dolley Madison, das Präsidentenhaus zu verlassen, bis eines in Sicherheit war: ein Ganzkörperporträt George Washingtons von dem amerikanischen Maler Gilbert Stuart. Der Rahmen war an die Wand des Speisesaals geschraubt, also brach das Personal ihn heraus und trug die Leinwand fort, und Stunden später steckten britische Soldaten das Haus in Brand.
Das Gebäude wurde wieder aufgebaut, und jener Washington hängt noch immer im East Room, das einzige Ausstattungsstück, von dem bekannt ist, dass es den Brand überstand. Das Weiße Haus ist vor allem Wohnsitz und Amtssitz des Präsidenten und keine öffentliche Galerie, doch über zwei Jahrhunderte hat es eine Sammlung amerikanischer Malerei und Bildniskunst zusammengetragen, durch die Besucher der öffentlichen Führung gehen. Schaut man genau auf Stuarts Bild, liest eines der gemalten Bücher unter dem Tisch „United Sates“, ein Schreibfehler, den der Maler stehen ließ.



