Amedeo Modigliani

Amedeo Modigliani

1884–1920 · Königreich Italien · Moderne Kunst


Die Geschichte

Modigliani kam 1906 aus dem italienischen Hafen Livorno nach Paris und ließ sich in Montparnasse nieder, damals überfüllt mit armen Einwandererkünstlern, viele von ihnen wie er selbst jüdisch. Vor allem wollte er Bildhauer werden und schuf lang gestreckte Steinköpfe, beeinflusst von seinem Nachbarn Brancusi und den afrikanischen Masken, die damals die Pariser Kunsthändler überschwemmten. Er trug seit seiner Kindheit die Tuberkulose in sich, und der Steinstaub setzte seiner Lunge zu, sodass er um 1914 den Meißel niederlegte und sich der Malerei zuwandte.

Was dabei entstand, ist unverwechselbar: lang gezogene Gesichter, gestreckte Hälse, Augen, oft nur als leere Mandelformen ohne Pupillen belassen. Er arbeitete schnell, häufig für ein paar Francs oder eine Mahlzeit, und trank und nahm hart Drogen. Ein Vermieter, der seine Leinwände als Pfand für unbezahlte Miete beschlagnahmte, soll sie benutzt haben, um alte Matratzen zu flicken.

1917 lernte er Jeanne Hébuterne kennen, eine junge Kunststudentin, die seine Gefährtin wurde und Motiv von rund 20 Porträts. Seine Gesundheit verschlechterte sich, und im Januar 1920 starb er im Alter von 35 Jahren an tuberkulöser Meningitis, in den Cafés inzwischen wohlbekannt, aber immer noch kaum verkauft. Jeanne, im neunten Monat schwanger mit dem zweiten gemeinsamen Kind, sprang am nächsten Morgen aus einem Fenster im fünften Stock.

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Werke

125 Werke