Jean Malouel zugeschrieben

Frankreich · Internationale Gotik


Die Geschichte

Der Louvre zeigt eine runde Tafel von 65 Zentimetern Durchmesser. Gottvater hält darauf den Leichnam Christi, während sich Maria, Johannes und mehrere Engel dicht um sie drängen. Auf dem Schild steht „Jean Malouel zugeschrieben“, und genau diese Vorsicht soll der Name im Katalog tragen.

Die Indizien sind stark, aber indirekt. Auf der Rückseite ist das Wappen Philipps des Kühnen, des Herzogs von Burgund, gemalt. Die Tafel entstand also vor seinem Tod 1404, und Malouel war seit 1397 sein Hofmaler in Dijon. Das Thema verbindet die Dreifaltigkeit mit der Beweinung Christi und passt damit zur herzoglichen Kartause von Champmol, die der Dreifaltigkeit geweiht war. Keine Zahlung und kein Vertrag nennt jedoch den Maler, und der französische Kunsthistoriker Albert Châtelet lehnte die Zuschreibung an Malouel ab.

Über die Geschichte der Tafel weiß man nichts, bis der Louvre sie 1864 auf einer Auktion kaufte. 2017 verließ sie Paris zum ersten Mal seit 55 Jahren, als Leihgabe an das Rijksmuseum in Amsterdam für eine Ausstellung, die den Maler unter seinem niederländischen Namen vorstellte, als Johan Maelwael aus Nimwegen.

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Werke

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