Rueland Frueauf der Ältere zugeschrieben
Heiliges Römisches Reich · Spätgotik
Die Geschichte
Hier kommt es auf das Wort zugeschrieben an. Das Belvedere bewahrt eine Tafel mit Christus in der Dornenkrone, um 1495 gemalt, die Fachleute mit Rueland Frueauf dem Älteren verbinden, ohne die Frage für abgeschlossen zu halten. Sie gehört zu einer Gruppe spätgotischer Bilder aus Salzburg und Passau, in der sich die Hände eines Meisters, seiner Familie und der Maler um ihn schwer trennen lassen. Wie etwa der anonyme Meister von Großgmain mit Frueaufs Werkstatt zusammenhängt, ist in der Forschung bis heute umstritten.
Frueauf selbst ist eine dokumentierte Person, zwischen 1470 und 1507 in Salzburg und Passau nachweisbar, und zählt zu den führenden Malern der Spätgotik im deutschen Sprachraum. Fast alle seine gesicherten Werke befinden sich im Belvedere, vor allem acht große Altartafeln, um 1490 für eine Salzburger Kirche geschaffen, mit dem Marienleben auf der Werktagsseite und der Passion Christi auf der Festtagsseite. Sein Sohn, Rueland Frueauf der Jüngere, wurde ebenfalls Maler und schuf Altäre für das Stift Klosterneuburg bei Wien.
