Simon von Taisten zugeschrieben
Heiliges Römisches Reich · Spätgotik
Die Geschichte
Mit dem Zusatz „zugeschrieben“ nennen Museen einen wahrscheinlichen Maler und räumen zugleich ein, dass der Beweis nicht lückenlos ist. Das Belvedere in Wien fasst es noch knapper, mit einem Fragezeichen hinter dem Namen Simon von Taisten, eines Malers aus dem Pustertal in Tirol, der im späten 15. Jahrhundert tätig war.
Die Tafel hinter diesem Fragezeichen zeigt den heiligen Georg als Drachentöter, gemalt um 1490. Eine solche Zuschreibung stützt sich auf den Stil, darauf, wie eng ein Bild den Fresken und Altären gleicht, die einem Maler gesichert zugewiesen sind, und hier verzichtet das Museum auf letzte Gewissheit.
Die Tafel kam 1963 ins Belvedere, überwiesen vom Bundesdenkmalamt aus einem Depot der erzbischöflichen Residenz in Salzburg.
