Sultan Muhammad zugeschrieben

Iran der Safawidenzeit · Persische Miniaturmalerei, Safawidische Kunst, Schule von Täbris


Die Geschichte

1522 kehrte ein achtjähriger Junge nach Täbris zurück, aus Herat, der alten timuridischen Hauptstadt im Osten, wohin man ihn als Kind-Statthalter geschickt hatte, und zwei Jahre später war er Schah von Iran. Tahmasp hatte dort draußen malen gelernt, und wer ihn zu Hause weiter unterrichtete, war Sultan Muhammad, ein Maler aus Täbris, der die kitabkhana leitete, die königliche Buchwerkstatt, in der Kalligraphen, Illuminatoren, Vergolder und Buchbinder jahrelang am selben Band arbeiteten. Er war im älteren turkmanischen Stil der Stadt aufgewachsen und nahm die feinere Manier auf, die mit den Malern aus Herat nach Westen kam.

Der größte Auftrag der Werkstatt war ein Schahname, Firdausis Buch der Könige, für Tahmasp angefertigt, mit etwa 258 Bildern. „Das Sada-Fest“, um 1525 gemalt, zeigt den Augenblick, in dem das Feuer entdeckt wird. Der erste König, Huschang, wirft einen Stein nach einer Schlange, verfehlt sie, trifft den Fels, und aus den Funken wird ein Fest, das Iran weiter beging. Der Hof sitzt an einem Hang aus rosa und violettem Gestein, und wer den Felsen mit dem Blick folgt, findet Gesichter und Figuren darin versteckt, dazu Kühe und einen schreienden Esel, der sich unten links ins Bild drängt.

Signiert ist nichts davon. Was wir darüber wissen, wer welches Blatt gemalt hat, stammt vor allem aus einer Vorrede, die 1544 Dust Muhammad verfasste, ein Maler und Zusammensteller von Alben. Er nennt Sultan Muhammad und hebt eine einzige Seite, „Der Hof des Gayumars“, mit außerordentlichem Lob hervor. Alles andere, dieses Blatt eingeschlossen, bleibt Zuschreibung. Ein Geburts- oder Sterbejahr ist für ihn nicht überliefert. Um 1500 war er tätig, Mitte der 1550er Jahre war er tot, und Tahmasp hatte sich da längst ganz von der Malerei abgewandt. 1568 schickte der Schah das fertige Buch als Geschenk an den osmanischen Sultan in Istanbul.

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Werke

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