Barthel Beham

Barthel Beham

1502–1540 · Freie Reichsstadt Nürnberg · Deutsche Renaissance


Die Geschichte

Im Januar 1525 stellte der Rat der Stadt Nürnberg drei junge Künstler vor Gericht. Im Verhör hatten sie erklärt, sie glaubten weder an die Taufe noch an die Sakramente der Kirche noch an ihre Autorität, und in einer Stadt, die eben entschieden protestantisch geworden war, genügte das, um sie zu verbannen. Die Prozessakten nennen sie die gottlosen Maler. Einer der drei war Barthel Beham, damals etwa 22 Jahre alt.

Beham gehörte zur letzten Generation, die im Schatten Albrecht Dürers aufwuchs, des überragenden Nürnberger Druckgrafikers, und er lernte, das Kupfer mit erstaunlicher Feinheit zu stechen. Man zählt ihn zu den Kleinmeistern, einer Gruppe, die nach dem winzigen Format ihrer Stiche benannt ist, Blätter, die man in einer Handfläche verbergen konnte, dicht besetzt mit antiken Akten, Heiligen und Bildnissen, in Linien geführt, die fast zu fein sind, um ihnen zu folgen.

Die Verbannung erledigte ihn nicht. Noch im selben Jahr war er zurück, dann ging er um 1527 für immer fort, um Herzog Wilhelm IV. von Bayern in München als Hofporträtist zu dienen. Er war im Auftrag des Herzogs in Italien unterwegs, als er 1540 starb, noch nicht ganz 40.

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Werke

2 Werke