
Cecco Bravo
1601–1661 · Großherzogtum Toskana · Barock, Florentiner Schule
Die Geschichte
An den florentinischen Maler Francesco Montelatici erinnert man sich unter seinem Beinamen Cecco Bravo, so viel wie 'der wilde Cecco' oder 'der Raufbold Cecco', ein Name, der ebenso zu einem ruhelosen, jähzornigen Mann passte wie zu seiner lockeren, traumhaften Malweise. Er lernte in den geschäftigen Werkstätten des Florenz vom Beginn des 17. Jahrhunderts, darunter der des Matteo Rosselli, und hatte um 1629 eine eigene Werkstatt.
Lange blieb er halb vergessen, eine Fußnote neben besonneneren florentinischen Meistern. Moderne Forscher haben ihn wieder ans Licht geholt und in seinen rauchigen, unfertig wirkenden Gestalten und ihrer wirbelnden Bewegung eine der eigenwilligsten Vorstellungskräfte des Florenz im 17. Jahrhundert erkannt.
1659 empfahl Kardinal Leopoldo de' Medici ihn für einen Hofposten weit im Norden, im Dienst der Gemahlin jenes Erzherzogs, der über Tirol herrschte. Cecco nahm an, zog nach Innsbruck in den Alpen und starb dort zwei Jahre später, 1661.
