Christian Berentz
1658–1722 · Heiliges Römisches Reich · Barock, Stillleben
Die Geschichte
Christian Berentz lernte das Malen in Hamburg, der freien Reichsstadt an der Elbe, in der er 1658 geboren wurde. Einer seiner Lehrer dort war Georg Hainz, ein Spezialist für gemalte Kunstkammerregale, Fächer voller Muscheln, Pokale und kleiner Kostbarkeiten. Danach zog Berentz durch die Niederlande, verbrachte einen Teil des Jahres 1679 in Venedig und kam um 1680 nach Rom. Er blieb dort und starb 1722 in der Stadt.
In Rom wohnte er im Haus des Marchese Niccolò Maria Pallavicini, eines der großen Sammler der Stadt, und er brachte das nordische Stillleben mit. Seine Bilder zeigen gedeckte Tafeln, feines Glas, Früchte und Süßigkeiten, gemalt mit genauem Blick für Oberflächen und Spiegelungen. Carlo Maratta, in jenen Jahren der führende Maler Roms, fügte manchmal die Figuren hinzu. Eine große Leinwand im Museo di Capodimonte in Neapel, auf der zwischen Berentz' Früchten und Blumen Menschen Trauben lesen, ist eine ihrer gemeinsamen Arbeiten.
