David Ryckaert III.

David Ryckaert III.

1612–1661 · Habsburgische Niederlande · Barock, Genremalerei


Die Geschichte

Drei Antwerpener Maler hintereinander hießen David Ryckaert, Großvater, Vater und Sohn. Dieser ist der dritte, im Dezember 1612 geboren und vom Vater ausgebildet, einem Landschaftsmaler und Kunsthändler. Ein Onkel, Marten, malte ebenfalls Landschaften. Seine Schwester Catharina heiratete 1643 Gonzales Coques, einen Porträtisten, den die Stadt den kleinen Van Dyck nannte.

1636 wurde er Meister der Antwerpener Lukasgilde, 1652 ihr Dekan, und er verdiente sein Geld mit Bauern: Wirtshausstuben, Kartenpartien, Rauchern, jener Art Bild, die Adriaen Brouwer wenige Jahre zuvor in Mode gebracht hatte. Um 1640 füllten sich die Räume auf seinen Bildern mit besser gekleideter, musizierender Gesellschaft. Zu seinen Käufern zählte inzwischen Erzherzog Leopold Wilhelm, habsburgischer Statthalter der südlichen Niederlande und Sammler von seltenem Format.

Später wandte er sich den Dämonen zu. Die Palatinische Galerie im Palazzo Pitti bewahrt zwei seiner Versuchungen des heiligen Antonius, eine auf Leinwand, eine auf Holz. Auf der Leinwand bedrängen den Einsiedler eine junge Frau und ein Ungeheuer mit einer Laute. Der französische Autor Jean-Baptiste Descamps, der sich im 18. Jahrhundert mit flämischer Malerei befasste, setzte diese Teufelsstücke nach 1650 an. Ryckaert starb am 11. November 1661 in Antwerpen, mit 48 Jahren.

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Werke

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