Domenichino und Werkstatt
Kirchenstaat · Barock, Bologneser Schule
Die Geschichte
»Domenichino und Werkstatt« ist die Zuschreibung, die ein Museum wählt, wenn der Entwurf eines Bildes von Domenichino stammt und Gehilfen seiner Werkstatt einen großen Teil der Malerei oder alles ausgeführt haben. Die National Gallery in London schreibt »Domenichino und Gehilfen« und verwendet die Angabe für einen ganzen Saal voller Fresken.
Zwischen 1616 und 1618 ließ Kardinal Pietro Aldobrandini, ein Neffe von Papst Clemens VIII., einen Gartenpavillon seiner Villa in Frascati bei Rom mit zehn Szenen aus dem Leben Apolls ausmalen. Domenichino lieferte die Entwürfe, und viele seiner vorbereitenden Zeichnungen befinden sich in der Royal Collection in Windsor. Damals war er mit anderen Aufträgen beschäftigt, deshalb malte vor allem sein Team die Wände. Belegt ist, dass der Landschaftsmaler Giovanni Battista Viola 1617 mit ihm an dem Zyklus arbeitete.
In den 1840er Jahren wurden acht der Fresken von den Wänden abgenommen und in einen römischen Palast gebracht, zwei blieben in der Villa. Diese acht sind seit 1958 in der National Gallery.