
Edward Hopper
1882–1967 · Vereinigte Staaten · Amerikanischer Realismus
Die Geschichte
Hopper malte Nighthawks im Januar 1942, fünf Wochen nach Pearl Harbor, als New York Verdunkelungsübungen abhielt und die Küstenstädte lernten, ihre Fenster gegen die Möglichkeit eines Angriffs abzudunkeln. Das Nachtlokal, das er malte, leuchtet unheimlich hell in einer Stadt, der man in eben diesem Augenblick sagte, sie solle ihre Lichter löschen.
Fast zwei Jahrzehnte davor arbeitete Hopper vor allem als Werbeillustrator, ein Gewerbe, das er nach eigenen Worten nicht mochte, und hatte als Maler keinen echten Durchbruch bis 1924, als ihm eine ausverkaufte Aquarellausstellung erlaubte, die Illustration für immer aufzugeben. Im selben Jahr heiratete er Josephine Nivison, eine frühere Studienkollegin beim Maler Robert Henri und selbst eine arbeitende Künstlerin, die von da an darauf bestand, die einzige Frau zu sein, die ihm je Modell saß. Die einsame Kundin in Nighthawks ist, wie die meisten Frauen in seinen späteren Bildern, sie.
Das Art Institute of Chicago kaufte Nighthawks binnen weniger Monate nach seiner Vollendung, für 3.000 Dollar. Josephine starb 1968, ein Jahr nach Hopper, und die beiden hinterließen dem Whitney Museum of American Art zusammen über 3.000 Werke, seine Bilder und ihre eigenen, die das Whitney bis heute als die größte einzelne Hopper-Sammlung überhaupt verwahrt.



