
Edward Hopper, Ground Swell, 1939. Wikimedia Commons.
Dünung
Details
Die Geschichte
Hopper malte diese Szene zwischen August und Mitte September 1939, in genau den Wochen, in denen das amerikanische Radio den Ausbruch des Krieges in Europa meldete. Auf der Leinwand ist davon nichts zu sehen: Fünf junge Leute segeln in einem kleinen Boot, das sich in einer langen Dünung neigt, jener Welle, die von einem fernen Sturm herrührt. Alle blicken auf eine Boje. Sie ist das einzig Dunkle in einem Bild aus hellen Blau- und Weißtönen, und ihre Aufgabe ist es, mit einer Glocke vor einer noch unsichtbaren Gefahr zu warnen. Während der Krieg über den Äther kam, bekommt diese ferne Glocke einen anderen Sinn. Jahrzehntelang gehörte das Bild der Corcoran Gallery, heute hängt es in der National Gallery of Art in Washington.


