Francesco Cairo

Francesco Cairo

1607–1665 · Herzogtum Mailand · Barock


Die Geschichte

Francesco Cairo malte Tod und religiöse Ekstase mit einer seltsamen, treibhaushaften Intensität. Um 1607 bei Mailand geboren, machte er sich früh genug einen Namen, dass ihn 1633 der Herzog von Savoyen, Viktor Amadeus I., als Hofmaler nach Turin rief und ihn im Jahr darauf zum Ritter eines savoyischen Ordens schlug. Fortan war er Il Cavaliere del Cairo, der Ritter, der Titel, unter dem er noch heute verzeichnet ist.

Seine großen Altarbilder füllten Kirchen in der Lombardei und im Piemont, doch die Sammler zog es stets zu seinen kleineren Kabinettbildern mit grausigen, fiebrigen Stoffen, in denen Gewalttaten und eine Art morbider Erotik nebeneinander stehen. Ein gutes Beispiel ist seine Herodias, gemalt in jenen Turiner Hofjahren. Herodias, die Frau, die ihre Tochter Salome gedrängt hatte, das Haupt Johannes' des Täufers zu fordern, sinkt beim Anblick des abgeschlagenen Kopfes, der ihr auf einer Schale gebracht wird, nach hinten in Ohnmacht.

Cairo nahm venezianische Farbe und die Eleganz van Dycks im Lauf einer fast 40-jährigen Laufbahn in sich auf. Er starb 1665 in Mailand.

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Werke

2 Werke