Franz Ferdinand Richter

1693 · Heiliges Römisches Reich · Barock, Rokoko


Die Geschichte

1737 lag Gian Gastone de' Medici schon seit Jahren im Palazzo Pitti im Bett, umsorgt von einer Schar von Günstlingen, und die Frage, wer nach ihm die Toskana regieren würde, war längst anderswo entschieden. Ein 1735 in Wien unterzeichneter Vertrag sprach das Großherzogtum Franz Stephan von Lothringen zu. Aus diesem Jahr stammt das gewaltige Bildnis in der Galleria Palatina, das Gian Gastone stehend im Hermelin zeigt, die großherzogliche Krone auf einem Kissen neben ihm und hinter ihm die Kuppel von Florenz.

Gemalt hat es Franz Ferdinand Richter, und es gehört zu den letzten Werken, die er datierte. Geboren wurde er um 1693 bei Breslau in Schlesien, damals habsburgisches und deutschsprachiges Land, und er ist einer der vielen deutschen Maler, die nach Italien gingen und blieben. Der erste sichere Nachweis ist ein Passgesuch in Rom vom 18. Mai 1727 für die Heimreise. Danach ist er in Florenz bei der Arbeit. Er malte den Geiger Francesco Maria Veracini, dessen Bildnis später in England gestochen wurde, ein Altarbild, das in der Dorfkirche von Aschbach in Bayern hängt, und ein Selbstbildnis, das in die Selbstbildnissammlung der Uffizien kam.

Gian Gastone starb am 9. Juli 1737, und mit ihm endete die großherzogliche Linie der Medici. Als Richter starb, schrieb es niemand auf. Die Nachschlagewerke bieten 1737 an, oder 1743, oder einfach ein Datum nach 1737.

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Werke

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