Franziska Zach

1900–1930 · Österreich


Die Geschichte

Im Sommer 1930 verlieh die Stadt Wien Franziska Zach ihren Preis für die Bilder, die sie in Paris gemalt hatte. Im Dezember war sie tot, 30 Jahre alt, kurz vor ihrer ersten Einzelausstellung in Frankreich. Ihre Biografen führen die Magenkrankheit, an der sie starb, auf Armut und schlechte Ernährung zurück.

Sie war die Tochter eines Eisenbahners aus Losenstein bei Steyr in Oberösterreich und studierte ab 1917 an der Wiener Kunstgewerbeschule, unter anderem beim Architekten Oskar Strnad. 1923 und 1924 lernte sie Email bei Josef Hoffmann, dem Mitbegründer der Wiener Werkstätte, und brannte danach in einem eigenen Ofen Emailgefäße und Emailbilder.

Als Malerin gehörte sie der Wiener Frauenkunst an, einer Vereinigung von Künstlerinnen, und stellte mit dem Hagenbund aus, einer der fortschrittlichen Wiener Künstlervereinigungen, zuerst als Gast, dann als außerordentliches Mitglied. Reisen nach Südfrankreich und England 1927 und 1928 brachten ihr einen Förderer, der weitere Reisen nach Irland und Paris bezahlte, wo sie 1930 ein Atelier bezog. Die Korsische Landschaft im Belvedere stammt von 1928, aus dem ersten dieser Reisejahre.

Nach ihrem Tod geriet sie weitgehend in Vergessenheit, bis die große Hagenbund-Ausstellung des Belvedere 2014 sie wieder sichtbar machte, und 2019 hingen ihre Werke in der Schau Stadt der Frauen über Künstlerinnen in Wien von 1900 bis 1938.

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Werke

1 Werk