
Frédéric Bazille
1841–1870 · Frankreich · Impressionismus
Die Geschichte
Im Sommer 1870 zog Frankreich gegen Preußen in den Krieg, und Frédéric Bazille, 28 Jahre alt und schon eine der verlässlichsten Gestalten unter den jungen Malern um Claude Monet, trat binnen Wochen nach der Kriegserklärung einem Zuaven-Infanterieregiment bei.
Das zurückliegende Jahrzehnt hatte er still damit verbracht, diese Generation überhaupt möglich zu machen. Als Sohn einer wohlhabenden Weinhändlerfamilie aus Montpellier ausgebildet, der die Medizin für die Malerei aufgab, teilte Bazille sein Pariser Atelier mit Monet und Pierre-Auguste Renoir, kaufte ihre Leinwände, als es kaum ein anderer tat, und bezahlte mehr als einmal Monets Miete. Mit weit über 1,80 Metern Körpergröße, für die Zeit ungewöhnlich groß, tauchte er auch als Modell in den Bildern seiner Freunde auf, wann immer sie eine hochgewachsene Gestalt in einer Menge brauchten. Sein eigenes ehrgeizigstes Werk, 'Familientreffen', ein Gruppenbildnis seiner auf einer Terrasse versammelten Verwandten, wurde 1868 im Pariser Salon gezeigt und ist bis heute sein bekanntestes Gemälde.
Am 28. November 1870, in der Schlacht von Beaune-la-Rolande, wurde sein Kommandeur verwundet, und Bazille übernahm den Angriff selbst. Er wurde zweimal getroffen und starb auf dem Feld. Keine der acht impressionistischen Ausstellungen, die in den Jahren danach folgten, zeigte je ein Werk von ihm.
Werke
15 Werke
Das rosa KleidFrédéric Bazille, 1864
Bazilles AtelierFrédéric Bazille, 1870
Blick auf das DorfFrédéric Bazille, 1868
FamilientreffenFrédéric Bazille, 1867
Die ToiletteFrédéric Bazille, 1870
Atelier in der Rue de FurstembergFrédéric Bazille, 1865
SommerszeneFrédéric Bazille, 1869
Fischer mit NetzFrédéric Bazille, 1868
Das improvisierte FeldlazarettFrédéric Bazille, 1865
Schwarze Frau mit PfingstrosenFrédéric Bazille, 1870
Landschaft am Fluss LezFrédéric Bazille, 1870
Auguste RenoirFrédéric Bazille, 1867
Ruth und BoasFrédéric Bazille, 1870
SelbstbildnisFrédéric Bazille, 1865
Frau im maurischen KostümFrédéric Bazille, 1869