Giulio Campi

Giulio Campi

1502–1572 · Herzogtum Mailand · Renaissance, Manierismus


Die Geschichte

Im Cremona des 16. Jahrhunderts, einer Stadt in der Lombardei im Norden Italiens, war die Malerei beinahe ein Familienhandwerk, und die Campi waren dessen führendes Haus. Giulio Campi, der älteste Sohn, erhielt die ersten Lektionen von seinem Vater Galeazzo, bevor er um 1522 nach Mantua ging, um bei Giulio Romano zu lernen, dem Schüler Raffaels, der die große römische Manier des Meisters übernommen hatte.

Diese Manier brachte Campi mit in den Norden zurück. Er studierte Raffael und Correggio genau, den Maler des nahen Parma, der für weiche, leuchtende Figuren bekannt war, und verarbeitete deren Lehren in seinen eigenen Altarbildern und Fresken. Seine Szenen aus dem Leben der heiligen Agatha, 1537 vollendet, und die Fresken, die er zwischen 1539 und 1542 in der Kirche San Sigismondo vor den Toren Cremonas malte, gaben einem ganzen lokalen Stil das Muster vor.

Er bildete auch die nächste Generation der eigenen Familie aus: seine jüngeren Brüder Antonio und Vincenzo wurden beide eigenständige Maler. Wenn von einer cremonesischen Malerschule die Rede ist, meint man die Werkstatt Giulio Campis, und er arbeitete noch in der Stadt, als er dort 1572 starb.

Stehst du davor? Richte die Kamera drauf. Hol dir die App.

Werke

1 Werk