Huang Gongwang

Huang Gongwang

1269–1354 · Yuan-Dynastie · Malerei der Yuan-Dynastie, Literatenmalerei, Landschaftsmalerei


Die Geschichte

Huang Gongwang war uber 50, ehe er ernsthaft zum Pinsel griff. Er hatte sein Leben als Schreiber unter der mongolischen Yuan-Dynastie verdient, bis sein Vorgesetzter der Korruption beschuldigt wurde und Huang mit ihm ins Gefangnis kam. Er kam als Mann mittleren Alters ohne Laufbahn wieder heraus, trat der daoistischen Quanzhen-Schule bei und verdiente sein Brot als Wahrsager in den Stadten um Hangzhou.

Das Bild, das seinen Namen machte, entstand am Ende dieses langen zweiten Lebens. Um 1347, schon nahe den 80, begann er eine Querrolle der Fuchun-Berge, jenes Flusslands sudlich des Jangtse, in das er sich zuruckgezogen hatte. Er arbeitete mit Unterbrechungen etwa drei Jahre daran und rollte sie auf, um einen Zug nebliger Hugel oder ein paar schlichte Gehofte hinzuzufugen, wenn ihm danach war. Die fertige Rolle mass gut 7 Meter und wurde zum Massstab, an dem sich spater jeder chinesische Landschaftsmaler mass. Huang gilt als der alteste der Vier Meister der Yuan-Zeit, der Maler, die den Kanon der Gelehrtenlandschaft festlegten.

Die Rolle hatte beinahe nicht uberlebt. 1650 verlangte ein Sammler namens Wu Hongyu, der sie so liebte, dass er sie beim Essen und Schlafen neben sich hatte, auf dem Sterbebett, man solle sie verbrennen, damit sie ihn ins Jenseits begleite. Sein Neffe riss sie aus den Flammen, doch das Feuer hatte sie da schon in zwei Teile getrennt. Der grossere Teil befindet sich heute im Nationalen Palastmuseum in Taipeh, das kleinere Fragment im Provinzmuseum Zhejiang in Hangzhou. 2011 wurden die beiden Halften in Taipeh zum ersten Mal seit mehr als 300 Jahren nebeneinander gezeigt.

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Werke

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