
Jacek Malczewski
1854–1929 · Polen · Symbolismus
Die Geschichte
Jacek Malczewski malte ein Polen, das auf keiner Landkarte existierte. Den größten Teil seines Lebens war das Land zwischen Russland, Preußen und Österreich aufgeteilt, und seine frühen Bilder zeigen das graue Elend von Polen, die für ihren Aufstand nach Sibirien verbannt wurden.
Dann verwandelte er diese Trauer in seltsames symbolistisches Theater. Der Tod tritt in seinen Gemälden als ruhige Frau mit einer Sense auf, Engel und Faune wandern über polnische Felder, und der Künstler selbst erscheint immer wieder in Rüstung oder Bauerntracht. Heimat, Gefangenschaft und Kunst verflechten sich in Szene um Szene.
Er trug dazu bei, Krakau zu einem Zentrum der Bewegung Junges Polen zu machen, und lehrte an ihrer Akademie. Er lebte gerade lange genug, um Polen wieder unabhängig zu sehen, und starb 1929, am Ende beinahe blind.


