
Jan Gossaert
1478–1532 · Heiliges Römisches Reich · Romanismus, Niederländische und flämische Renaissance, Renaissance
Die Geschichte
Um 1508 reiste ein flämischer Maler namens Jan Gossaert in Begleitung eines burgundischen Prinzen nach Rom, und er kam verändert zurück. Gossaert, nach seiner Heimatstadt auch Mabuse genannt, füllte Skizzenbücher mit antiken Statuen und römischen Ruinen und wurde einer der ersten Künstler der Niederlande, der seine Bilder um den klassischen Akt und die heidnische Mythologie herum aufbaute, statt nur um christliche Stoffe.
Zurück im Norden malte er Götter und Liebende in hartem, glänzendem flämischem Finish, Neptun und seine Meeresgemahlin nackt in einem Tempel, oder Danaë, die einen Goldregen empfängt, muskulöse südliche Körper, wiedergegeben mit nördlicher Genauigkeit bis auf jedes Haar und Juwel.
Daneben führte er eine rege Porträtwerkstatt, vor allem für adlige Auftraggeber. Gossaert starb 1532, längst ein Liebling des niederländischen Adels, der seine heidnischen Götter und Göttinnen in den Privatgemächern seiner Häuser aufhängte.


