
Jan Gossaert · PD
Neptun und Amphitrite
Details
Die Geschichte
Einige Jahre zuvor war Jan Gossaert nach Rom gereist und verändert zurückgekehrt, den Kopf voll der antiken Statuen und der klassischen Architektur, die er dort gezeichnet hatte. 1516 stellte er das in den Dienst seines Gönners Philipp von Burgund, des unehelichen Sohnes eines Herzogs, der in Souburg in Seeland einen Palast errichten ließ, einen nördlichen Vorposten der Renaissance. Für dessen Wände malte Gossaert diese beiden lebensgroßen Akte, den Meeresgott Neptun und seine Gattin Amphitrite, stehend in einem Tempel aus klassischen Säulen. In der niederländischen Malerei hatte es Akte dieses Ausmaßes noch nie gegeben. Philipp war Admiral der See, und der Wassergott trug eine schmeichelhafte Anspielung auf den Mann in sich, der ihn bestellt hatte. Sein Name und sein Wahlspruch sind oben rechts in den Stein gemeißelt.

