
Johan Christian Dahl
1788–1857 · Norwegen · Romantik, Landschaftsmalerei
Die Geschichte
Einen Großteil seines Lebens lebte der Mann, den man heute den Vater der norwegischen Landschaftsmalerei nennt, weit weg von Norwegen. Johan Christian Dahl ließ sich in Dresden nieder, der Kunststadt Sachsens, und teilte sich jahrelang ein Haus mit Caspar David Friedrich, dem großen deutschen Romantiker einsamer, geistlicher Landschaften. Die beiden Freunde malten Seite an Seite, auch wenn Dahls Berge nässer, wilder und verwitterter sind als Friedrichs stille.
Dahl malte seine Heimat weiter aus der Ferne und aus dem Gedächtnis, ihre tiefen Fjorde, ziehenden Wolken und alten Holzhöfe, und kehrte auf langen Studienreisen in den Norden zurück, um seine Skizzenbücher zu füllen. Norwegen besaß kaum eine eigene Maltradition, und er begründete mehr oder weniger eine.
Er bemerkte auch, dass Norwegens mittelalterliche hölzerne Stabkirchen, dunkle geteerte Bauten voller geschnitzter Drachenköpfe, abgerissen wurden. Dahl setzte sich für ihre Rettung ein und half, die Kirche von Vang zu bewahren, deren Balken abtransportiert und im Ausland wieder aufgebaut wurden. Er starb 1857 in Dresden.

