Johannes Gumpp

1626 · Österreich · Barock


Die Geschichte

Fast alles, was wir über Johannes Gumpp wissen, geht auf ein einziges Bild zurück, das er 1646 signierte. Geboren wurde er 1626 in Innsbruck, in den österreichischen Alpen, in einer Familie von Malern und Baumeistern, und danach verschwindet er beinahe vollständig aus den Quellen. Es gibt keine späteren Werke und kaum ein Sterbedatum.

Was er hinterließ, ist eines der seltsamsten Selbstbildnisse des 17. Jahrhunderts. Es zeigt den Maler von hinten, sitzend vor seiner Staffelei. Links gibt ihm ein Spiegel sein Gesicht zurück. Rechts gibt es ihm die Leinwand, an der er arbeitet, noch einmal zurück: der Hinterkopf, das Spiegelbild und das gemalte Abbild, drei Fassungen desselben Mannes, die nicht ganz übereinstimmen.

Die Maler hatten begonnen, die Selbstbildnisse der anderen zu sammeln, und die Medici in Florenz waren die großen Sammler darunter. Gumpps runde Fassung hängt heute im Vasari-Korridor über den Uffizien, zwischen Hunderten gemalter Gesichter. Im Vordergrund fauchen sich eine Katze und ein Hund an, genau an der Stelle, an der der Betrachter steht.

All das in deiner Tasche. Hol dir die App.

Werke

1 Werk