Joseph Parrocel

Joseph Parrocel

1646–1704 · Frankreich · Barock, Historienmalerei


Die Geschichte

1676 wurde Joseph Parrocel in die Königliche Akademie für Malerei und Bildhauerei in Paris aufgenommen, mit einem Bild, das Ludwig XIV. bei der Belagerung von Maastricht zeigt, und Schlachten blieben sein Metier. Die Zeitgenossen nannten ihn Parrocel des Batailles, den Schlachten-Parrocel. Für den König malte er Kriegsszenen für die Speisesäle der Soldaten im Hôtel des Invalides, Ende der 1680er-Jahre elf Schlachtenbilder für die königlichen Gemächer in Versailles und 1699 den Rheinübergang für das Schloss Marly.

Er stammte aus Brignoles in der Provence und aus einer Malerfamilie und lernte zuerst bei seinem Vater Barthélemy. In Rom, wo er ab etwa 1667 mehrere Jahre arbeitete, studierte er bei Jacques Courtois, dem gefeierten Schlachtenmaler, den man in Italien il Borgognone nannte. Parrocel malte auch religiöse Themen und Szenen des Alltags wie Jahrmärkte und Wirtshäuser. Diese Seite seines Werks zeigt eine Wirtshausszene im Nationalen Kunstmuseum Rumäniens in Bukarest. Sein Sohn und Schüler Charles Parrocel führte die Schlachtenmalerei der Familie bis in die Regierungszeit Ludwigs XV. weiter.

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Werke

1 Werk