Kobayashi Eitaku

Kobayashi Eitaku

1843–1890 · Japan · Ukiyo-e, Nihonga


Die Geschichte

Kobayashi Eitaku war der Sohn eines Fischhändlers aus Nihonbashi, dem Marktviertel von Edo, und wurde in eine Familie der Kanō-Schule adoptiert, jener Maler, die seit Generationen den Shōgunen dienten. Schon als Junge kam er in die Lehre beim Kanō-Meister Eitoku Tatsunobu und wurde bald Hofmaler von Ii Naosuke, dem Fürsten von Hikone und ersten Minister des Shōguns. Mit dem Amt erhielt er den Rang eines Samurai. 1860 wurde Ii vor einem Tor der Burg von Edo ermordet, und der junge Maler verlor seinen Gönner.

In den folgenden Jahren war Eitaku auf Reisen, ließ sich dann wieder in Nihonbashi nieder und erfand sich für ein Land im Umbruch neu. Er studierte chinesische Malerei der Ming-Zeit und westliche Techniken, lernte Ukiyo-e beim Holzschnittzeichner Tsukioka Yoshitoshi und schuf ab etwa 1870 farbige Holzschnitte von den neuen Bauten und Moden des Meiji-Japan. Außerdem zeichnete er für Zeitungen und illustrierte Bücher.

Am weitesten reisten seine Arbeiten für Hasegawa Takejirō, einen Tokioter Verleger, der ab 1885 japanische Märchen auf Englisch und in anderen Sprachen für Leser im Ausland herausgab, viele davon auf weichem, gekräuseltem Krepppapier gedruckt. Eitaku illustrierte 14 der ersten 16 Titel, von Momotarō, dem Jungen aus dem Pfirsich, bis zum alten Mythos von der achtköpfigen Schlange. Er starb 1890, und ein großer Teil seines Werks gelangte in westliche Sammlungen, darunter das Museum of Fine Arts in Boston.

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Werke

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