Masaccio

Masaccio

1401–1428 · Republik Florenz · Italienische Renaissance


Die Geschichte

Masaccio hatte kaum sechs Jahre Zeit als arbeitender Maler, und doch veränderte er die Richtung der florentinischen Kunst, ehe er siebenundzwanzig wurde. Geboren 1401 als Tommaso di Ser Giovanni bei Florenz, verlieh er seinen Figuren ein festes, dreidimensionales Gewicht und nutzte Licht und Schatten, um einen glaubhaften Raum zu schaffen, wie ihn die florentinische Malerei vor ihm nicht gekannt hatte.

Sein Hauptwerk ist der Freskenzyklus der Brancacci-Kapelle in Santa Maria del Carmine, um 1424 gemeinsam mit dem älteren Maler Masolino begonnen und unvollendet gelassen, als Masaccio nach Rom gerufen wurde. Szenen wie Der Zinsgroschen und Die Vertreibung aus dem Paradies verwenden eine einzige, konsistente Lichtquelle und eine korrekte Linearperspektive, sodass Heilige und Sünder wirken, als teilten sie denselben physischen Raum mit dem Betrachter – ein scharfer Bruch mit dem flacheren, dekorativeren gotischen Stil, der zu jener Zeit noch üblich war.

Masaccio starb im Herbst 1428 in Rom, noch nicht siebenundzwanzig; die genaue Todesursache ist nicht überliefert, wobei die Pest als wahrscheinlichste Erklärung gilt. Noch Jahrzehnte später gingen junge Maler, darunter Leonardo da Vinci und Michelangelo, gezielt in die Brancacci-Kapelle, um seine Fresken zu studieren und zu kopieren, und behandelten sie als Lehrbuch dafür, wie man den menschlichen Körper malt.

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Werke

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