Meister der Madonna von Veveří
Die Geschichte
Irgendwann nach 1344 entstand eine Tafel mit Maria und dem Kind für die Kirche Mariä Himmelfahrt unterhalb der Burg Veveří bei Brünn in Mähren. Der Auftrag wird meist mit Johann Heinrich von Luxemburg in Verbindung gebracht, dem Markgrafen von Mähren und Bruder des späteren Kaisers Karl IV. Der Maler hinterließ keinen Namen, daher benennt ihn die Forschung nach diesem einen Bild, und viele rücken ihn in die Nähe des Meisters von Hohenfurth, des Malers eines berühmten Zyklus für ein Kloster in Südböhmen.
Die Tafel zeigt deutlichen italienischen Einfluss. Maria trägt eine doppelte Krone über offenem Haar, und das Kind hält einen Stieglitz, einen Vogel, der mit der Passion Christi verbunden wurde, weil er sich angeblich zwischen Dornen ernährt. Jahrzehntelang hing das Gemälde in der Nationalgalerie in Prag. 2015 entschied ein Gericht, dass es der Pfarrei Veverská Bítýška gehört, und im März 2016 wurde es im Diözesanmuseum in Brünn ausgestellt.
