Meister des heiligen Franziskus

Kirchenstaat · Italobyzantinische Kunst


Die Geschichte

Den Namen dieses Malers kennt niemand. 1885 stellte der deutsche Kunsthistoriker Henry Thode eine Gruppe von Bildern um eine Tafel zusammen, die in Santa Maria degli Angeli aufbewahrt wird, der großen Kirche unterhalb von Assisi, welche die Stelle umschließt, an der der heilige Franziskus starb, und benannte ihren Urheber nach diesem Werk. Die Tafel zeigt Franziskus zwischen zwei Engeln stehend, und im aufgeschlagenen Buch in seinen Händen steht auf Latein: „Dies war mein Bett im Leben und im Sterben.“ Es ist wohl das früheste erhaltene Bild des Franziskus mit allen fünf Wundmalen.

Das Übrige ist aus dem Stil erschlossen. Er malte die frühesten Fresken im Langhaus der Unterkirche von San Francesco in Assisi, fünf Szenen der Passion Christi gegenüber fünf aus dem Leben des Franziskus, sodass das Leben des Heiligen quer durch das Schiff dem Leben Christi antwortet. Mehrere wurden Anfang des 14. Jahrhunderts schwer beschädigt, als man die Wände für neue Seitenkapellen öffnete. Er malte außerdem große Kreuze für Franziskanerkirchen in Umbrien, und eines davon, heute in der Galleria Nazionale dell'Umbria in Perugia, ist auf 1272 datiert, das einzige Jahr, das sich sicher mit seinem Namen verbinden lässt.

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Werke

2 Werke