Michael Wutky
1739–1822 · Österreich · Landschaftsmalerei
Die Geschichte
Er ließ sich in Wien zum Historienmaler ausbilden und kam damit kaum voran. Was seine Laufbahn wendete, war ein Berg, der in Flammen stand.
1770 schickte die Wiener Akademie Wutky nach Italien, und er blieb Jahre dort, erst in Rom, dann in Neapel. Neapel liegt am Fuß des Vesuvs, jenes Vulkans, der Pompeji verschüttet hatte, und in diesen Jahrzehnten war er heftig tätig. Wutky ging auf ihn zu. Mit Sir William Hamilton, dem britischen Gesandten in Neapel und einem besessenen Erforscher des Vulkans, stieg er nahe an den Krater, um bei Nacht die Lava und die Asche zu beobachten, nahe genug, dass die Gefahr wirklich war.
Die Bilder aus jenen Jahren zeigen die Ausbrüche mit seltsamer Genauigkeit, das Glühen im Rauch und den genauen Lauf der Lava den Hang hinab. Bis zur Erfindung der Fotografie galten sie als die wissenschaftlich genauesten Darstellungen eines ausbrechenden Vulkans, die es gab.
