Pietro Bellotti

1625–1700 · Republik Venedig · Barock


Die Geschichte

1654 signierte und datierte Pietro Bellotti ein Bild der Lachesis, jener der drei Parzen, die den Faden jedes Menschenlebens abmisst, und malte sie als sehr alte Frau mit sonnengebräunter Haut. Es hängt heute in der Staatsgalerie Stuttgart. Köpfe wie dieser, Alte und Arme aus nächster Nähe gesehen, waren das, was Sammler von ihm wollten, und ein Kritiker fand 1970 seine wie unter der Lupe vergrößerte Wiedergabe runzliger Haut beinahe unangenehm.

Er stammte vom Westufer des Gardasees, damals venezianisches Gebiet, und wurde 1625 in Brescia getauft. Mit 12 Jahren schickte man ihn nach Venedig in die Lehre beim Porträtmaler Girolamo Forabosco, und 1660 widmete ihm der venezianische Schriftsteller Marco Boschini eine Passage in seinem langen gereimten Führer durch die Maler der Stadt. Der frühe Biograf Pellegrino Orlandi nennt unter seinen Auftraggebern Kardinal Mazarin, den leitenden Minister Frankreichs, und den Kurfürsten von Bayern. In Mantua diente er den dort regierenden Herzögen aus dem Haus Gonzaga als Aufseher ihrer Galerien.

Ein Selbstbildnis, das er 1658 signierte und datierte, befindet sich in den Uffizien in Florenz. Nach Jahren an wechselnden Höfen kehrte er an den Gardasee zurück und starb im März 1700 verarmt in Gargnano.

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Werke

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