Raja Ravi Varma

Raja Ravi Varma

1848–1906 · Königreich Travancore · Akademische Kunst, Indische Moderne, Romantik


Die Geschichte

Varma erlernte die Ölmalerei bei einem britischen Porträtisten im Fürstenstaat Travancore, und er nutzte eben diese europäische Technik, modelliertes Licht, korrekte Anatomie, echte Tiefe, um etwas zu malen, das kein europäischer Maler malen würde, Saraswati, Lakshmi und Szenen aus dem Mahabharata und dem Ramayana, mit Göttern und Göttinnen, denen er die Gesichter und Haltungen wirklicher Modelle gab.

1894 richtete er nahe Mumbai seine eigene lithografische Presse ein, eigens damit diese Bilder billig als Öldrucke vervielfältigt und an gewöhnliche Haushalte verkauft werden konnten, statt als Originale für fürstliche Auftraggeber aufbewahrt zu werden. Es gelang in einem Ausmaß, das fast kein bildender Künstler erreicht, seine Drucke von Lakshmi und Saraswati wurden zu Tausenden gekauft und kommen, in Kopien und Nachahmungen, noch heute dem nahe, wie sich die meisten Menschen in Indien diese Gottheiten vorstellen.

Er starb 1906, zwei Jahre nachdem Vizekönig Lord Curzon ihm im Namen des britischen Königs und Kaisers die Goldmedaille Kaisar-i-Hind verliehen hatte, als einer der ersten indischen Maler, die diese Auszeichnung erhielten.

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Werke

1 Werk