
Rosso Fiorentino
1494–1540 · Republik Florenz · Manierismus
Die Geschichte
Rosso Fiorentino, der rothaarige Florentiner, war einer der Maler, die früh mit der ruhigen Ausgewogenheit der Hochrenaissance brachen. Seine Kreuzabnahme von 1521 in der toskanischen Stadt Volterra ist voller scharfer Winkel, greller Rosa- und Grüntöne und Figuren, die auf dürren Leitern hocken, Trauer, in etwas Zackiges und beinahe modern Wirkendes getrieben.
Jahrelang zog er durch Italien und schlug sich mühsam durch, und er war in Rom, als kaiserliche Truppen die Stadt 1527 plünderten, ein Erlebnis, das ihn kurzzeitig mittellos zurückließ. Dann wendete sich sein Glück vollständig. 1530 holte ihn der französische König Franz I. in den Norden, um das Schloss Fontainebleau auszuschmücken.
Dort wurde Rosso zum führenden Künstler des französischen Hofes und erfand mit Francesco Primaticcio einen neuen Stil gemalter Felder, gerahmt von plastischem Stuck und kunstvollem Rollwerk. Diese Fontainebleau-Manier verbreitete sich über Druckgrafik in ganz Nordeuropa. Er starb 1540 in Frankreich, nachdem er den italienischen Manierismus exportiert hatte, den er hatte mit erfinden helfen.
Werke
12 Werke
Moses verteidigt die Töchter JitrosRosso Fiorentino, 1523
KreuzabnahmeRosso Fiorentino, 1521
Madonna mit Kind und CherubimRosso Fiorentino, 1517
Lautenspielender EngelRosso Fiorentino, 1521
PietàRosso Fiorentino, 1536
Sacra Conversazione mit musizierenden EngelnRosso Fiorentino, 1518
Bacchus, Venus und AmorRosso Fiorentino, 1531
KreuzabnahmeRosso Fiorentino, 1528
Porträt eines jungen MannesRosso Fiorentino, 1517
Bildnis eines jungen Mannes auf einem Teppich sitzendRosso Fiorentino, 1525
Der tote Christus mit EngelnRosso Fiorentino, 1525
Die Heilige Familie mit dem JohannesknabenRosso Fiorentino, 1521