Simone Martini

Simone Martini

1284–1344 · Republik Siena · Internationale Gotik


Die Geschichte

Simone Martini war der große Maler Sienas im frühen 14. Jahrhundert, als jene toskanische Stadt mit Florenz wetteiferte und einen Stil von Luxus und Anmut schätzte. Seine Verkündigung, 1333 für den Dom mit seinem Schwager Lippo Memmi geschaffen, zeigt den Engel Gabriel in einem Wirbel aus Gold und die Jungfrau erschrocken zurückweichend, die vergoldete Fläche wie eine Goldschmiedetafel bearbeitet. Sie hängt heute in den Uffizien in Florenz.

Spät im Leben tat er einen für einen Maler ungewöhnlichen Schritt. Um 1336 ging er nach Avignon in Südfrankreich, wo die Päpste damals statt in Rom residierten, angezogen vom Geld und Prestige jenes verlagerten Hofes. Dort begegnete er Petrarca, dem Dichter, der das moderne Liebessonett prägte, und die beiden wurden Freunde.

Petrarca bat ihn, ein Bildnis Lauras zu malen, der Frau, die seine Gedichte verehrten, und schrieb zwei Sonette zum Lob des Ergebnisses. Jenes kleine Bild ist verloren, doch die Sonette sind erhalten, was Simone zu einem der ersten europäischen Maler macht, den wir als Gegenstand eines Gedichts eines großen Dichters benennen können. Er schmückte auch ein Vergil-Exemplar aus, das Petrarca gehörte, und dieses gemalte Titelbild wird bis heute in einer Bibliothek in Mailand aufbewahrt.

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Werke

4 Werke