Werkstatt des Meisters von Großgmain

Heiliges Römisches Reich · Spätgotik


Die Geschichte

Um 1480 ließ Erasmus Pretschlaipfer, Propst der Augustiner-Chorherren in Berchtesgaden, sein Wappen auf die Außenseite eines kleinen Flügelaltars malen. Auf demselben Flügel stehen der heilige Erasmus, sein Namenspatron, und die heilige Barbara. Das Triptychon stammt aus der Kapelle des Berchtesgadener Hofs, des Salzburger Hauses der Propstei, und seine erhaltenen Tafeln kamen 1806 in die kaiserliche Galerie in Wien. Das Belvedere führt sie heute unter der Werkstatt des Meisters von Großgmain. Die beiden Flügel zeigen innen die Heiligen Christophorus und Jakobus den Älteren sowie Gregor und Agathe, außen links eine Verkündigung.

Der Meister selbst ist nur durch seine Bilder bekannt und zwischen 1483 und 1499 in Salzburg nachweisbar. Seinen Namen hat er von Szenen aus dem Marienleben, die 1499 für die Pfarrkirche von Großgmain gemalt wurden, einem Ort gleich bei Salzburg, und er arbeitete in der Nähe von Rueland Frueauf dem Älteren, dem führenden Salzburger Maler seiner Zeit. Sechs vollständige Tafeln und zwei Fragmente dieses Altars von 1499 befinden sich noch in der Kirche von Großgmain.

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Werke

2 Werke