
Eine Familie am Grabmal Wilhelms I. (Wilhelms des Schweigers) in der Nieuwe Kerk in Delft
Details
Die Geschichte
In den 1640er-Jahren gehörte es für eine angesehene holländische Familie dazu, das Grab Wilhelms von Oranien in Delft zu besuchen. Wilhelm, den man den Schweiger nennt, hatte den Aufstand gegen die spanische Herrschaft angeführt und war 1584 in Delft erschossen worden. Die Republik setzte ihm ein angemessenes Denkmal, ein großes Grabmal aus Marmor und Bronze in der Nieuwe Kerk, entworfen von dem Amsterdamer Bildhauer Hendrick de Keyser und Anfang der 1620er-Jahre vollendet.
1645 ließ sich eine Familie, deren Namen wir nicht kennen, Vater, Mutter und zwei Söhne, alle in feierlichem Schwarz, daneben malen. Dirck van Delen, der einen großen Teil seiner Laufbahn damit verbrachte, Gebäude zu erfinden, baute sein Bild hier um ein wirkliches Monument, und ein Porträt an diesem Grab zeigte, wo die Loyalität einer Familie lag. Der Krieg mit Spanien war noch nicht vorbei. Zwei Jahre später wurde Wilhelms Sohn, der Statthalter Friedrich Heinrich, in der Gruft unter eben diesem Grabmal beigesetzt.
