Zugefrorener Fluss mit Schlittschuhläufern
Details
Die Geschichte
Als van Goyen diese kleine Tafel 1637 malte, gehörte ein zugefrorener Fluss im holländischen Winter allen. Schlittschuhläufer, Schlitten und Spaziergänger verteilen sich übers Eis, links steht ein Zelt mit wehender Fahne, vermutlich einer jener Stände, an denen man auf dem Eis Getränke und etwas zu essen bekam. Ganz rechts dreht sich eine Windmühle unter grauem Himmel.
Die frühe Geschichte des Bildes ist ein Rätsel der Richtung. 1790 verzeichnete ein Sammler in Gent eine Winterlandschaft von van Goyen, die fast genau so beschrieben wird, 1821 wurde sie dort verkauft. Der Van-Goyen-Forscher Hans-Ulrich Beck hielt sie für diese Tafel. Nur beschreibt der alte Katalog die Szene seitenverkehrt, wie im Spiegel, und das 1821 angegebene Maß ist kleiner.
Gesichert ist der Weg erst ab dem Paris des 19. Jahrhunderts. 1950 war das Bild im Musée Carnavalet als Eislaufszene aus einer Pariser Sammlung zu sehen, 1997 ersteigerten es die Bostoner Sammler Eijk und Rose-Marie van Otterloo bei Christie's in London. 2017 schenkten sie es dem Museum of Fine Arts.




