
Eugène Louis Boudin · PD
Eine Bö
Details
Die Geschichte
Mit 117 mal 160 Zentimetern gehört dieses Bild zu den großen Formaten im Werk von Eugène Boudin, der sonst meist kleine Leinwände bemalte. Er schuf es für den Pariser Salon von 1886. Der französische Staat kaufte es dort an und überwies es nach Morlaix in der Bretagne, wo es bis heute zur Sammlung des städtischen Museums gehört. Ein Jahr zuvor hatte Boudin das Motiv in einer kleineren Ölskizze erprobt, die heute das Musée des beaux-arts de Montréal besitzt und die er in seinem Rechnungsbuch als „Studie für den Salon“ verzeichnete. „Grain“ nennen französische Seeleute eine plötzliche Bö mit Regen. Fast die ganze Fläche nimmt der Himmel ein, eine dunkle Wolkenwand, aus der ein Regenschleier fällt. Darunter legen sich zwei Segelboote in die grüne See, am vorderen Mast ein roter Wimpel. Ganz hinten links schimmert ein einzelnes Segel in einem hellen Streifen Licht.




