
Jacob van Ruisdael · PD
Ein bewaldeter Sumpf
Details
Die Geschichte
In den 1660er Jahren war die niederländische Republik die reichste Handelsnation Europas, ihre Städte überfüllt, ihr Land unablässig entwässert und bebaut. Jacob van Ruisdael malte fast das Gegenteil. Ein wilder, urtümlicher Sumpf: ein stehender, von Seerosen erstickter Tümpel, tote Birken, gespalten und morsch, alte Eichen, im stillen Wasser gespiegelt, ein Stück Natur ohne Menschen und ohne jeden Nutzen. In diesen Jahren kehrte Ruisdael immer wieder zu solchen Szenen zurück, und spätere Landschaftsmaler behandelten sie fast wie einen Steinbruch, aus dem man schöpft. Dieser Sumpf wurde in Russland das bewundertste all seiner Werke. Katharina die Große kaufte ihn für die Eremitage, unter den Bildern, mit denen sie ihrem jungen Reich das Gewicht des alten Europa gab.




