
Jacob van Ruisdael · PD
Landschaft mit Wasserfall
Details
Die Geschichte
Im Holland der 1660er Jahre, dem flachsten Land Europas, kam es in Mode, sich einen nordischen Gebirgswasserfall ins Haus zu hängen. In Gang gebracht hatte diese Vorliebe Allart van Everdingen, der um 1644 tatsächlich nach Norwegen und Schweden gesegelt war und von dort Felsen, Kiefern und tosendes Wasser mitgebracht hatte. Ruisdael, in Haarlem geboren, hat nachweislich nie einen Fuß nach Skandinavien gesetzt und malte dennoch mehr als 150 solcher Wasserfälle. Der von 1668 gehört zu den größten, fast zwei Meter breit. Im Vordergrund erinnern ein geborstener Stamm und abgestorbene Bäume daran, dass das jetzt ruhig fließende Wasser alles fortreißen kann. Heute hängt das Bild im Rijksmuseum in Amsterdam, als Leihgabe des Amsterdam Museum, dem es seit dem Vermächtnis des Sammlers Van der Hoop 1854 gehört.




