
Ein Schreiber, der seine Feder schneidet
Details
Die Geschichte
Ein Gänsekiel blieb nicht lange spitz. Wer 1784 Briefe schrieb, musste immer wieder innehalten und ihn mit einer kleinen Klinge nachschneiden, und daher hat das Federmesser seinen Namen. Genau diesen alltäglichen Handgriff hat Jan Ekels der Jüngere auf einer kleinen Holztafel festgehalten. Der Schreiber sitzt mit dem Rücken zu uns in Hemdsärmeln, die braune Jacke über den zweiten Stuhl geworfen, und sein Gesicht sehen wir nur im Spiegel an der Wand, über den Kiel gebeugt. Auf der grünen Tischdecke wartet ein Tintenfass mit weiteren Federn. Ekels hat das Bild oben in der Ecke signiert und datiert, und die ganze Tafel ist nur etwa 27 Zentimeter hoch. Ins Rijksmuseum kam sie 1880 mit dem Vermächtnis des Amsterdamer Sammlers Van de Poll.