Kartoffelschälende Frau
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Die Geschichte
1916 hatte der Krieg, der die Zeitungen füllte, selbst eine Schüssel Kartoffeln in weiten Teilen Europas zur täglichen Sorge gemacht, während die neutralen Niederlande dem Kämpfen fernblieben. In diesem Jahr malte Jo Koster die Szene in Hattem, wo sie sich wenige Jahre zuvor ein Haus mit Atelier gebaut hatte. Ihr Motiv ist denkbar still: eine Frau über ihre Arbeit gebeugt, unter dem Messer kringelt sich die Schale einer Kartoffel. Koster suchte solche schlichten Interieurs einfacher Häuser in Overijssel, und sie baute sie aus kleinen, nebeneinandergesetzten Strichen reiner Farbe auf, sodass das Licht über Tuch und Wand zu flimmern scheint. Ins Kröller-Müller kam das Bild über ihren alten Lehrer H. P. Bremmer, der zugleich der Kunstberater der Sammlerin Helene Kröller-Müller war.